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Department

Graduate Studenten haben ein recht gutes Leben. Ein neues Gebäude wurde vor wenigen Jahren fertiggestellt, in dem alle Professoren, Mitarbeiter und Grads ihre Büros haben. Normalerweise teilen sich drei Studenten ein Büro, aber abhängig davon, wie häufig die anderen Studenten das Büro nutzen, kann man dort mehr oder weniger ungestört arbeiten. Terminals sind vorhanden, aber sie sind recht alt, tendieren dazu, andauernd abzustürzen und haben nur schwarz-weiß Monitore. Es gibt aber eine Reihe von Labs, in denen moderne Rechner stehen, zu denen man Zugang hat. Ich selber konnte mich mit den Computern nicht so recht anfreunden und hatte mir bald einen eigenen gekauft, mit dem ich viel zu Hause gearbeitet habe. Da man einen kostenlosen Internet-Zugang per Modem über das Department erhalten kann, war dies auch möglich. Einzig hat man dadurch leider etwas weniger Kontakt zu seinen Mitstudenten. Ich fand, daß die meisten meiner Mitstudenten interessante Leute waren. Anders als an der TU gibt es hier die Unterscheidung zwischen undergraduate und graduate Studenten. Letztere sind schon älter und haben meistens schon gearbeitet, bevor sie zurück zur Uni gekommen sind. Es finden genug Dinge statt, bei denen man seine Kommilitonen kennenlernen kann. Tea time ist Dienstag Nachmittags, und wir hatten einige Barbeques und Parties. Ebenso wie in Darmstadt findet im Department einmal in Jahr ein Programmierwettbewerb statt, bei dem die Teilnehmer für den Wettbewerb der ACM bestimmt werden. Da ich mich das Jahr zuvor für den ACM Wettbewerb qualifiziert hatte, hatte ich es auch an der UBC versucht und Erfolg gehabt. Als Folge bin ich im Oktober als Mitglied von einem der zwei UBC-Teams nach Corvallis, Oregon in den USA gefahren, um dort an den North-West Pacific Regional Contest teilzunehmen. Bei etwa 60 Teams kamen unsere beiden Teams auf den sechsten und achten Platz. Da das ganze viel Spaß gemacht hatte, kann ich nur empfehlen, dies auch zu versuchen. Der Umgang mit den Professoren ist deutlich unterschiedlich zu Deutschland. Normalerweise hat man freien Zutritt zu den Profs, ohne sich erst durch Sekretariate kämpfen zu müssen. Manche ziehen es vor, Sprechzeiten zu haben, manche wollen gerne eine kurzfriste Ankündigung per EMail, manche lassen es einem offen, vorbeizuschauen, wann immer man ein Problem hat. Man sollte dies nicht ausnutzen, aber falls es wirklich Probleme gibt, ist es meist recht einfach, Hilfe zu erhalten.
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Tim Wellhausen
2000-01-20