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Bevor es nach Kanada ging, gab es viele Dinge, die vorbereitet werden mußten.
Ich möchte hier gerne meine Erfahrungen wiedergeben, um den nach mir nach Vancouver
reisenden Studenten das Leben etwas zu vereinfachen.
Man sollte sich auf jeden Fall organisieren, um nicht kurz vor der Abreise
festzustellen, daß man etwas wichtiges vergessen hat.
Mit am wichtigsten ist der TOEFL Test. Ohne ein gutes Resultat bei diesem Test wird
man nicht von der UBC akzeptiert. Daher sollte man den Test so früh wie möglich
machen, da sich ansonsten alles weitere verzögern kann (ohne Test keine Annahme,
ohne Annahme kein Visum, etc.). Es gibt im Wintersemester an der TUD einen Kurs,
der auf den TOEFL Test vorbereitet. Mir hatte dieser Kurs geholfen, den Test
gut zu bestehen. Wenn man ein gutes Englisch hat, sollte der Test aber auch ohne
solche Hilfen zu bestehen sein.
Ist man von der UBC akzeptiert worden, muß man sich möglichst bald um ein Visum
kümmern. Dazu muß man von der kanadischen Botschaft ein Formular anfordern und
ausgefüllt zurückschicken. Man erhält schließlich ein Schreiben, mit dem man
nach der Ankunft in Vancouver am Flughafen ein Studenten-Visum erhält.
Im Paket, das man von der UBC erhält, sind einige nützliche Informationen
enthalten. Besonders das Pre-Arrival Handbook sollte man sich genau durchlesen,
damit man alle wichtigen Dinge mitnimmt. Weitere Informationen kann man im
Web unter http://www.international.ubc.ca finden.
Weiterhin sehr wichtig ist es, sich frühzeitig um einen Wohnheimplatz zu kümmern,
wenn man auf dem Campus leben möchte. Von März an werden Bewerbungen angenommen,
die nach dem First-come-first-serve Prinzip bearbeitet werden.
Man braucht auf jeden Fall eine Kreditkarte in Kanada. Viele Dinge wie Mietauto,
Hotels, selbst Jugendherbergen oder Eintrittskarten können ohne Kreditkarte nicht
reserviert werden. Der Vorteil ist außerdem, daß man nur den täglichen
Devisenkurs plus ein Prozent zahlt (bei Bargeld aus dem Automaten kommen noch einmal zwei Prozent dazu). Weiterhin werden Traveller's Cheques überall akzeptiert.
Wer sich ein Auto kaufen oder einen Mietwagen leihen möchte, braucht den
internationalen Führerschein, den man sich in Deutschland ausstellen lassen muß
und der ein paar Wochen auf sich warten lassen kann.
Essentiell wichtig ist Kleidung gegen den Regen. Es wird nicht sehr kalt in
Vancouver im Winter (selten unter null Grad - damit sogar wärmer als in
Deutschland), aber es regnet sehr, sehr viel. Falls man keine gute Regenkleidung
hat, kann man sich die hier gut kaufen, es ist aber nicht unbedingt billiger.
Da das Stromsystem anders als in Deutschland ist, braucht man zumindest Adapterstecker
für Geräte wie Föhn oder Rasierapparat, die mit verschiedenen Stromsystemen
zurecht kommen. Für andere Geräte ist ein Stromwandler notwendig.
Es ist wirklich wichtig, zumindest zwei Wochen vor dem Start der Vorlesungen fliegen,
damit man Zeit hat, sich einzuleben und an der Orientierungswoche für internationale
Studenten teilnehmen kann. Es ist auf jeden Fall zu raten, den Flug frühzeitig
zu buchen, besonders wenn man einen Direktflug haben möchte.
Da man die Wohnheime offiziell erst am ersten September beziehen kann, muß man
sich um temporäre Unterkünfte kümmern. In Fairview Crescent kann man auf Bewerbung
hin schon am 25. August einziehen, ansonsten gibt es weitere Möglichkeiten auf
dem Campus (siehe Pre-Arrival Guide) oder in Jugendherbergen.
Es ist bestimmt besser seine Taschen auf dem Hinweg nicht voll zu packen.
In dem Jahr an der UBC kommen so viele neue Dinge dazu, die man nach Hause nehmen
möchte, daß am Ende zwangsläufig ein Transport-Problem entsteht. Man kann sich
Sachen nach Hause schicken lassen, aber das ist recht teuer. Im Flugzeug darf man
nur zwei Gepäckstücke mit je maximal 32kg mitnehmen.
Und wer sich schließlich schon vor den Abflug über alle Kurse informieren
möchte, findet alle nötigen Informationen dazu unter
http://www.cs.ubc.ca/grad/affairs.
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Tim Wellhausen
2000-01-20